Eröffnung des LEADER-Projekts „Trockenmauern in Güntersleben – Wein, Ökologie, Kulturgut“ im Rahmen der Weinbergswanderung Güntersleben

Anläßlich der jährlich vom Weinbauverein Güntersleben veranstalteten Weinbergs­wanderung am Sonntag, den 18.06.in den Weinbergen Günterslebens eröffnete die 1. Bürgermeisterin Klara Schömig offiziell das Projekt „Trockenmauern in Güntersleben – Wein, Ökologie, Kulturgut“ der Gemeinde. Auf einem Rundgang durch die Weinlage Sommerstuhl mit zahlreichen Ehrengästen und Bürgern aus Güntersleben und Umgebung stellte sie die wichtigsten Punkte des Projekts vor und erläuterte dessen Inhalte und Ziele:

Da in den Weinbergen keine Flurbereinigung stattgefunden habe, seien glücklicherweise noch zahlreiche Trockenmauern erhalten geblieben. Diese seien allerdings größtenteils in schlechtem Zustand gewesen, so daß sie teilweise sogar verkehrsgefährdend waren. So sei die Idee zum Projekt entstanden, dessen Inhalte anschließend größtenteils von Herrn Dr. Kolb entwickelt worden seien, dem Bgm.in Schömig hierfür sehr herzlich dankte.

Auch der Gemeinderat sei überzeugt gewesen, daß mit den Trockenmauern ein wesentliches Element der Günterslebener Flur erhalten werden solle. Im Rahmen des Projekts werde auf die vielfältigen und wichtigen Funktionen der Trockenmauern als besonderem Lebensraum für die Flora und Fauna mittels Infotafeln hingewiesen. Außerdem werde an einigen Stellen über den Aufbau von Trockenmauern informiert.

Wichtiger Projektbestandteil seien darüber hinaus die Schulungen zu Bau und Reparatur von Trockenmauern gewesen, die für Winzer und andere Interessierte angeboten wurden und bereits im Jahr 2022 auf großes Interesse gestoßen seien. Außerdem konnten so Multiplikatoren geschaffen werden, die das erworbene Wissen weitergeben können.

Augenfälligster Bestandteil der Maßnahme sei die Stele aus Muschelkalk am neugeschaffenen „Schwerpunktort Trockenmauern“, die die Verbindung zum von hier aus sichtbaren Steinbruch herstelle.

Fr. Bgm.in Schömig bedankte sich ganz herzlich bei allen beteiligten Firmen, namentlich dem beauftragten Büro für Landschaftsarchitektur Kaiser + Juritza, beim gemeindlichen Bauhof und insbesondere bei den ehrenamtlichen Beteiligten aus der Bürgerschaft für ihr Engagement.

Sie betonte, daß ohne die von der LAG Wein, Wald, Wasser e.V. im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von € 120.000,- eine solche Maßnahme nicht möglich gewesen wäre.

 

Weitere Informationen: Projektbeschreibung

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